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Hilfe, mein Amazon Händler-Account wurde gesperrt!

Lesen Sie, was die Sperrung eines Amazon-Verkäuferkontos für ein Unternehmen bedeuten kann. Was hätte frühzeitig getan werden können, um bei Problemen mit Verkaufsplattformen das eigene Unternehmen nicht zu gefährden. 

Hilfe - mein Amazon Verkäuferkonto wurde gesperrt

Die Apothekenhelferin Svenja K. hat vor vier Jahren Ihr Hobby professionalisiert und begonnen außergewöhnliche Mode auf Ebay zu verkaufen. Damit hat Sie wohl eine spannende Nische entdeckt, denn der Umsatz ist binnen weniger Monate beträchtlich angewachsen. 

Svenja witterte Ihre Chance und hat weitere Verkaufsplattformen auf Absatzchancen analysiert. Auf Basis der Analyse hat Svenja ein Verkäuferkonto bei Amazon eröffnet und Ihre Spezialmode auch über diese E-Commerce Plattform angeboten. 

Erfreulicherweise hat sich der Umsatz auch über Amazon prima entwickelt. Da die Margen, trotz der relativ hohen Provisionen von ebay und Amazon, immer noch spannend waren, hat Svenja beschlossen den eigentlichen Job an den Nagel zu hängen. Ab da hat sie sich voll auf den Verkauf übers Internet zu konzentriert. Permanent im Büro konnte Svenja alle Fragen von potentiellen Kunden unmittelbar beantworten, was eine beträchtlich höhere Conversion zur Folge hatte.

Mit den zwei Verkaufsplattformen ebay und Amazon fühlte sich Svenja K. prima für die Zukunft aufgestellt. Eine professionelle Verkaufsabwicklung, hervorragende Präsenz in Suchmaschinen, ein ausgezeichnetes Cross-Selling, worüber Ihre Kunden einfach auf Svenjas Produkte aufmerksam wurden und auch das Vertrauen der Kunden in diese Plattformen waren wichtige Erfolgsfaktoren.

Natürlich hat Svenja auch über ein eigenes Online-Shop-System nachgedacht und intensiv recherchiert. Mittlerweile war klar, welche Module ein Online-Shop haben muss, dass auch darüber erfolgreich verkauft werden kann. Sie hat Ihre Anforderungen klar formuliert und auf dieser Basis bei diversen Internetagenturen Angebote eingeholt. Die hohen Kosten zwischen 10.000,- und 18.000,- für einen SEO-Shop haben Svenja abgeschreckt. Ihr war klar, dass es nicht bei den Kosten bleiben wird. Jährlich werden Anpassungen an Veränderungen bei Browsern und Sicherheits-Updates weitere Kosten verursachen. Suchmaschinenoptimierung, dass Ihre Artikel bei Google und Co. auf der ersten Seite zu finden ist, war bei ebay und Amazon so nicht notwendig. Sie musste nur dafür sorgen, dass sie auf den Plattformen gute Positionen hält. Damit müsste sie sich diese Kompetenz ebenfalls einkaufen, was zu beträchtlichen monatlichen Aufwendungen geführt hätte. Damit hat sich Svenja entschieden, bei Amazon und ebay zu bleiben. 

In der nächsten Zeit hat sich Svenja K. viel Zeit für Umsatz- und Artikel-Analysen genommen, sowie Kundenbewertungen intensiv studiert und kategorisiert. So konnten die Bedürfnisse Ihrer Kunden gut herausarbeitet werden. Auf Basis dieser Informationen wurde in den nächsten Monaten extrem in Ware investiert. Damit konnte der Großteil aller Bestellungen am selben Tag versendet werden, was erneut zu spannenden Umsatzsteigerungen geführt hat.

Der gute Riecher für begehrte Ware, eine hohe Verfügbarkeit, blitzschnelle Lieferung und ein prima Support hat Svenja K. innerhalb von drei Jahren zu einer erfolgreichen Geschäftsfrau gemacht. Sie hat ein großes Haus mit einer kleinen Halle angemietet und konnte damit eine feste Fachkraft und drei flexible Personen für den anfallenden Versand anstellen. Aufgrund der hohen Umsätze hat Svenja mit Ihrem Partner eine GmbH gegründet. Zu zweit waren die anfallenden Aufgaben besser zu bewältigen und im Falle von Krankheit konnte der Betrieb fast uneingeschränkt weiter laufen. 

Plötzlich kamen unerwartete Wendungen, mit denen Svenja K. nicht gerechnet hatte. Zuerst haben sich Fremde Zugang zu Ihrem ebay-Konto verschafft und die Bankdaten ausgetauscht. Bis Svenja das bemerkt hat, war eine hohe Geldsumme aus Verkäufen auf das fremde Bankkonto, statt auf Ihres gegangen. Das hat erst einmal ein enormes Loch in die Liquidität des Unternehmens gerissen. Eine Recherche im Internet hat schnell gezeigt, dass dies wohl vielen ebay-Verkäufern passiert. Doch bis eine Lösung für das Problem gefunden wurde, ist doch einige Zeit vergangen.

Nicht viel später musste Svenja feststellen, dass Ihre Artikel zwar bei Amazon zu finden waren, jedoch keine Verfügbarkeit mehr angezeigt wurde und Ihr Verkäuferkonto gesperrt war. Einen Irrtum vermutend versuchte Svenja K. mit Amazon Kontakt aufzunehmen um die Problematik zu bereinigen. Allerdings musste sie dabei feststellen, dass hier die Größe der Verkaufsplattform eher ungünstig ist. Die Klärungsversuche gestalteten sich dahingehend schwierig, da sie keinen direkten Ansprechpartner bekommen konnte. Sie hat erfahren, dass die Sperrung wohl mit der Firmenänderung zu einer GmbH, sowie einem internen Verifikationsprozess zusammenhängt und es dahingehend Prüfungen geben würde. 

Dass Amazon zur Sicherheit der Kunden und zur Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben seiner Verantwortung im Rahmen von Geldwäsche, Betrug und anderen Punkten nachkommt versteht Svenja natürlich. Da jedoch ca. zwei Drittel des Umsatzes über Amazon lief, bedeutete diese Situation eine Gefahr für das Unternehmen von Svenja und Ihrem Partner. 

Als nach zwei Wochen das Verkäuferkonto noch immer nicht frei war, begann Svenja im Internet nach weiteren Betroffenen zu suchen. Schnell fand sie eine Facebook Gruppe, dessen Mitglieder mit dem gleichen Problem zu kämpfen hatten. Erschreckend musste Sie lesen, dass die Verkäuferkonten der anderen oft sechs bis acht Wochen gesperrt waren. Bei einigen hat die Bearbeitung noch weit mehr Zeit in Anspruch genommen. Man muss Amazon zugestehen, dass bei der Größe des Unternehmens und der enormen Anzahl an Verkäufer, eine objektive Bearbeitung auch bei viel Engagement nun einmal Zeit in Anspruch nehmen darf.

Bei einem fünfstelligen Umsatz, welchen Svenja monatlich über Amazon erwirtschaftet hat, war ihr klar, was dies nach zwei Monaten für Ihr Unternehmen bedeuten würde.

Andere Unternehmer aus dieser Facebook Gruppe haben bereits vor Jahren einen eigenen Shop ins Leben gerufen. Mit den Deckungsbeiträgen über Amazon und ebay konnte der eigene Online-Shop finanziert, stetig weiter entwickelt werden und eine starke Marke über das Internet aufgebaut werden.

Die Problematik der Programmier-Kosten und Suchmaschinen-Kompetenz haben manche E-Commerce Unternehmen über ein Online-Shop-System auf Provisionsbasis gelöst. Erstaunlicherweise war dieser Provisions-Satz für das Shop-System nur knapp die Hälfte der anderen Portale und wurde mit wachsendem Umsatz auch noch niedriger. Dafür kann ein SEO-Online-Shop-System genutzt werden, welches enorm viele Module, eine unglaubliche Funktionsvielfalt, permanente Anpassung an neue Suchmaschinenanforderungen, ein vollständiges Warenwirtschaftssystem hat und durch pfiffige Funktionen für den Betrieb durch wenige Mitarbeiter ausgelegt ist.

Wer nämlich weniger Zeit zur Auftragsabwicklung benötigt, spart Personalkosten oder Zeit und hat zusätzliche Ressourcen für mehr eigenen Erfolg im Internet. 

Wer sich gut umschaut, findet ein SEO-Online-Shop-System, bei dem über die relativ niedrige Provision auch einfach anzuwendende, automatische Prüffunktionen für Suchmaschinenoptimierung im System implementiert sind. Weiterhin gibt es Internet-Agenturen, die in der Provisionsvergütung eine intensive Beratung bezüglich Optimierung von Artikel-Texten, und Artikelbildern anbietet. Auch wie Cross-Selling und Content pfiffig für bessere Suchmaschinen-Ergebnisse im Online-Shop genutzt werden könnten. 

Somit hatten diese Online-Shop-Betreiber die Möglichkeit, unabhängig von großen Plattformen zu werden und parallel eine eigene Marke über das eigene Online-Shop-System aufzubauen. Denn hier gibt es keine Reglementierungen wie z. B. Logo-Verbot bei Bildern, wodurch über Google Bildersuche die eigene Marke besser am Markt besser bekannt gemacht werden kann. Weiterhin gibt es im eigenen Online-Shop-System kein Mitbewerber, der urheberrechtlich geschützte Bilder oder Texte bei den Artikeln einstellen kann, unter der auch Svenja K. ihre Produkte verkauft. Im eigenen Shop-System haftet man nur für die Fehler, die man selbst begeht. 

So bleibt Svenja K. und ihrem Partner wohl nichts anderes übrig, als sich um einen eigenen Online-Shop zu kümmern. Denn so gut die Plattformen wie Amazon und ebay auch sein können. Man sollte auch beachten, dass es enorm große Unternehmen sind und hier Situationen entstehen können die zum Problem fürs eigene E-Commerce Unternehmen werden können. 

Die Namen sind frei erfunden, doch wir kennen E-Commerce Unternehmen, denen dies tatsächlich passiert ist.